An zwei Abenden verwandelt sich die Installation in der Atterseehalle in ein Live-Szenario: Künstlerin Sabine Marte führt das Publikum als Guide mitten durch die Zerreißprobe unserer Gegenwart.
Die Kulisse aus echten Rasenflächen, Klimt-Zitaten und klassischen Landschaftsgemälden wird zum Verhandlungsraum für eine radikale Frage: Wer sind die wahren Kriminellen? Jene, die Flughäfen blockieren und Kunstwerke beschütten, oder jene, die Meere und Wälder zerstören? Zwei Seiten eines hochaktuellen Konflikts prallen hier direkt aufeinander. Das Publikum entscheidet vor Ort, welcher Perspektive des Geschehens es physisch durch die Halle folgt: dem Weg der Aktivist:innen oder der Sicht der Konzerne. Zwei parallele Erzählungen laufen gleichzeitig ab und konfrontieren uns mit den ungeschönten Tatsachen: Während fossile Konzerne weltweit mit Klimaklagen konfrontiert sind, stehen Aktivist:innen immer öfter selbst unter Anklage.
Foto: Gin Müller
