Idyllische Sommerfrische trifft auf die harte Realität der globalen Krise. In der Atterseehalle verwandelt Gin Müller den Raum in ein begehbares, multimediales Klima-Camp auf echtem Rasen, eingerahmt von Screens, Klimt-Zitaten und klassischen Landschaftsgemälden. Per Kopfhörer gerät das Publikum mitten in die Zerreißprobe unserer Gegenwart: Ein Audiokanal liefert die ungeschönte Perspektive von realen Klimaaktivist:innen (ehemals Letzte Generation), der andere den zynischen Smalltalk der gegnerischen Business-Seite. Vor dem Hintergrund bevorstehender internationaler Klimaklagen gegen fossile Großkonzerne wird die Halle zum verhandelbaren Raum zwischen Aktivismus, Justiz und Kunst.
An den Wochenenden wird die täglich zugängliche Installation direkt von Klimaaktivist:innen begleitet.
Samstags lädt das „Betthupferl“ am gemütlichen Lagerfeuerkreis im Klimahallencamp zu Gute-Nacht-Geschichten über Gemeinwohlökonomie und radikale Protestformen.
Die Arbeit fungiert zugleich als Teaser für die Performances von „Justitia! Eco Criminals“ (7. & 8. August).
Das Projekt ist Teil der 5-jährigen Artistic Research und Aufführungs-Serie „JUSTITIA! Performative Formate zu Recht und Gerechtigkeit“. Künstlerische Leitung: Gin Müller. Produziert vom Verein zur Förderung der Bewegungsfreiheit. Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
Foto: David Cuka
